Bob Humid – BIO & INFO

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Bob Humd live on a RS7000 at Electronic Attack

Erfahrener Producer und DJ für facettenreichen Electro von tanzbar bis experimentell. Spezialist für UK Bass & Breaks, Dubstep sowie D‘n‘B, penibler Sound-Designer, gern gebuchter Mastering-Engineeer und Liveact: Bob Humid ist ein obszessiver Eklektiker mit einem ausgeprägten Hang zu Details und britischen Beats. Sein bürgerlicher Name Robert Edwin Feuchtl Mato ist ein versteckter Hinweis auf seine ungewöhnliche Herkunft Montevideo, für uns Europäer diese mythische Stadt, irgendwo in Südamerika…

Electro-Dandy
Und der flirrenden subtropischen Hitze verdankt Bob wohl auch seine Rastlosigkeit; dank eigenem Studiobetrieb, unzähligen Partyreihen, sowie Live- und DJ-Einsätzen ruht er selten: Erst kürzlich gewann er als Produzent von „Festung Europa“, gemeinsam mit Leipzig’s Vorzeige-Indiepopband Brockdorff Klang Labor, den SPEX-Protestsongwettbewerb und landete damit auf Platz 11 der “Wichtigsten Songs 2011” und mit dem gemeinsam mit Tobias Levin (Tocotronic) produzierten Album “Die Fälschung der Welt” auf der Nr.1 der Musikexpress Lesercharts. Weit jenseits gut erforschter Minimal & Tech House Pfade, ist im „Sound Of Cologne“ seit jeher noch eine Menge Platz und so nennt Benway von den Kitbuilders den Mann schlicht „Das gute Gewissen der Kölner Elektronikszene” oder zärtlich: „Electro-Dandy”. Und in der Tat: Bob, der nach eigenen Angaben auch den Müll in Schlips und Hemd runter bringt, befeuert mit einer gut selektierten handvoll Streitgenossen [Numinos, Dan_K, Gourski, Dr. Ogni, Snork, Telekolleck, Cottonmouth] aktuell und seit Jahren mit Electronica, Dubstep und UK Bass auf seinen drei Allnighters Ehrenfeld Calling, Propellor Knights und BASScadets die Kölner. Als Co-Organisator der Lights! Lights! holte er 2010 sonst eher seltene Gäste der Stadt wie Tim Exile und Jimmie Edgar an den Rhein.

EhrenfeldCalling16.02.2015-20 800

To boldly serve & destroy …
Angefangen hat er mit Synthpop und Industrial im Jahr 1989, standesgemäß mit einem D.I.Y.-produziertem Tape-Release mit dem ominösen Namen „Das Geheimnis der Schallwaffen“ – seiner mittlerweile zu Kultstatus gereichten ersten Band Der Liederkranz. Doch dann breitete 1993, mit leichter Verspätung, der Summer of Love sein Strobo- und Ravegewitter über Köln aus und es war dank der exaltierten Breakbeatsalven eines DJ Bleed (Cosmic Orgasm) um Bob geschehen. British Hardcore, Jungle, Breakbeats, Drum‘n‘Bass in dunklen Warehouses. Das war die Zukunft die es zu diggen galt. Nach sieben Jahren Ravewahnsinn gründete er 1999 sein, von Oke Göttlich in der DE:BUG 37 als „Renegatenlager gegen die Kölner 4-To-The-Floor-Dominanz“ bezeichnetes, Label Serve & Destroy Records und etablierte eine blühende Connection zu befreundeten Labels wie Pagoda Records UK in London.

Als er im Jahre 2001 mit seinem aufwendig produzierten Debut-Doppelrelease „Twisted Repairs/Despairs“ dann dem Drum’n’Bass einen der möglichen Auswege aus stilistischen Sackgassen aufzeigte, überschlugen sich die Rezensionen von SPEX, Intro, DE:BUG bis Westzeit wohlwollend ob der filigranen Mühe von Bobs Beat- und Soundeskapaden. Damals bedeutete das eine diffizile Gratwanderung zwischen den Koordinaten Certificate 18, Photek, Teebee, WARP und Rephlex. Es folgten Gigs im Golden Pudel Club, Destillery, Hafenklang, WMF, Sensor, Liquid Sky Cologne, Moritzbastei und den meisten anderen Underground-Venues dieses Landes. 2006 legte er dann mit seinem Nachfolgealbum „Second Wind Phenomenon“, das auf dem dresdener Connaisseur-Label Suburban Trash und Bobs eigener Plattform Serve & Destroy erschien, die Messlatte für aufwendig produzierte elektronische Musik noch einmal höher. Unter Begleitung illustrer Gäste wie Holger Czukay (Can), Coloma, Igor Sirodhza, twila.too und Carla Subito (Fetischpark), entfernte er sich bewusst vom damals zu engen D‘n‘B-Korsett und verwirklichte für sich den Traum eines Neo-Psychedelic-Electro-Oeuvres. So wundert es auch nicht, dass andere Eklektiker wie John Peel und Mary Anne Hobbs seine Tracks immer wieder gerne auf BBC / Radio One gefeaturet haben.

Is it Now?
Und die Skills wuchsen über die Jahre: In seinen inspirierten DJ-Sets gelingt es Bob immer wieder seinen hohen Anspruch hinsichtlich Trackauswahl mit den Teenage Kicks einer frenetischen Raveabfahrt zu verbinden. Von deeper Electronica hin zu Dub, Fidget, UK Funky, Grime, Dubstep, Filthstep, D‘n‘B über TechStep und zurück zu House oder Indietronic. Wenn man die Geschichte richtig erzählt, wird es zu Musik: Denn, wie er nicht müde wird E-Z Rollers zu zitieren:„All Styles Make The Style One“.

Aktuell arbeitet er wieder an einem neuen Album, das 2016 das Licht der Welt erblicken soll. Ausschnitte des neuen Projekts nimmt Bob schon jetzt auf Tour mit und invertiert deren Vorzeichen im Liveact. Die Sounds und Spuren seiner Produktionen werden mit Zuhilfenahme seines berüchtigten Livekoffers in Echtzeit mutiert, fermentiert und in akribischer Handarbeit zu Electro, Club-, Dubstep- und Breaksperlen verknuepft bis der Tanzboden leise glüht. Das Versprechen einer verheißungsvollen Zukunft oder die gesungene Sehnsucht von Maschinen einer freundlichen Utopie. Tanzbarer Sci-Fi at its tightest.

Aktuelle Interviews mit BOB HUMID:
1. http://www.magix-audio.com/de/blog/detail/news/bob-humid-die-hyperrealitaet-film-1/
2. http://www.friedmylittlebrain.com/bob-humid-fat-of-excellence-interview/
3. http://www.friedmylittlebrain.com/bob-humid-interview/

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