Glue Magic! – MASTERING [2] „STEMS“ – BOB HUMID

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Titel: MASTERING [2] „STEMS“ [SPECIAL TECHNIQUES]Samstag, 18. Mai 2019Beginn: 15:00h – Ende: 20:00h Leitung: BOB HUMID [FAT OF EXCELLENCE p.a.c. / SERVE & DESTROY REC. / SOUND & RECORDING / Zielgruppe: Einsteiger / Profis) / Ort: KÖLN, Nähe Zülpicher Platz / FAT OF EXCELLENCE Studio [Siehe Wegbeschreibung in Deiner Buchungsbestätigungs-Email] / Max. Teilnehmeranzahl: 4 / Gebühren: 189,- EUR pro Person [Zur Buchung]

Der zweite Teil in Bobs Mastering-Anthologie führt weiter hinaus in den Kosmos der Klangveredelung und Optimierung finaler Mixe. „Stem-Mastering“ ist eine spezielle Technik die längst zum Standardarsenal im High-End-Bereich der Musikproduktionen zählt. Sie ist vor allem geeignet um einem „Mittelklasse-Mixdown“ den finalen Touch Of Class zu geben, nach dem Alle lechzen…

Gemeint ist das Mastern mit Subgruppen unter spezieller Berücksichtigung individueller Aspekte in den typischen „Instrumentenfamilien“ wie DRUMS, BASS, VOCALS, SYNTHS, GUITAR, FX etc. Genau wie bei herkömmlichem Stereo-Mastering muss auch beim Stem-Mastering jedes neue Stück Musik individuell parametrisiert — ein sinnvolles Zurückgreifen auf Presets toleriert die Physik dieses Universums nicht. Die sogenannten „Stems“ (Stanzen) sind im Prinzip nichts anderes, als die als WAV oder AIFF ausgespielten Busse der einzelnen Gruppen, die dann innerhalb einer DAW untereinander montiert werden, um sie gezielter bearbeiten zu können. Z.B. ergeben alle Drum- und Percussionsounds, die idealerweise während der Mixdownphase auf einen eigenen Stereobuss geroutet wurden, die sogenannte „Drumgruppe“. Diese kann nun mit legendärem externem Outboard oder internen DSP-gestützten oder nativen VST-Emulationen vom Schlage der berühmten „Big Three“ oder anderen legendären Klangveredlern bearbeitet werden. Doch welche Kultgeräte passen zu welchen Instrumentengattungen?

TELETRONIX LA-2A
Aus dem Frust heraus Funksignale ständig pegelmäßig von Hand einzustellen, erfand in den frühen 50er Jahren der gewiefte Navy-Ingenieur Jim Lawrence den „Leveling-Amplifier“. Damals ahnte allerdings noch Niemand, dass der Teletronix LA-2A bis Heute zu den „musikalischsten“ Signalkompressoren im Studioalltag gezählt werden würde. Er gehört mit Fug und Recht zu den sog. „Big Three“ der quasi unverzichtbaren Studiotechnik.

It’s all about the „Glue“. Ein exzellentes Mastering sollte transparent, druckvoll und detailreich klingen, die einzelnen Elemente des Mixes wohltuend hervorholen und ordentlich Punch, Dynamik, Brillianz und Durchsetzungskraft haben. Diesen Teil der „Problematik“ einer Masteringaufgabe haben wir im ersten Teil des Workshops geklärt, doch manchmal kommt Stereo-Mastering — gerade bei flauen Mixdowns — an seine natürlichen Grenzen. Stem-Mastering kann hier helfen, denn die einzelnen Instrumentengruppen können so gezielter bearbeitet werden. Sind die Vocals beispielsweise zu scharf, kann man den De-Esser oder ein dynamisches EQ-ing ganz entspannt exklusiv auf den Buss mit den Vocals anbringen und riskiert somit keinen „Präsenzverlust“ in den anderen Bussen. Das leuchtet fast jedem sofort ein, doch es ergeben sich gleich viele, neue Fragen: Soll ich z.B. die Kickdrum bei einer Technoproduktion ebenfalls in den Drumbuss werfen? Und wie bekommen Vocalbusse diesen magischen Touch, den ich bei teuren Popproduktionen höre? Oder wie zur Hölle kriegen die Briten immer ihre tierischen Subbässe so firn, stabil und druckvoll hin, dass ich sie im Körper fühlen kann?!

Bob erklärt es Euch.

Stem-Mastering ist aufwändiger als Stereo-Mastering. Wir mastern die Busse.

Die Punkte des Workshops im Einzelnen:

  • Technische Voraussetzungen [DAW, WAV, AIFF, INSERTS]
  • Hörtraining – Was ist nochmal „Glue“?
  • Unterschiede (Mikro-)dynamischer Bearbeitung auf Einzelspuren, Bussen und Stereosumme. Wieviel Gain Reduction (GR) ist nötig?
  • Historischer Abriss der wichtigsten Outboard-Legenden („Big Three“ vs. Bobs „Big Five“)
  • Einsatzpunkte und beliebte, bewährte Einstellungen diverser Kultboliden wie LN1176, LA-2A, Fairchild, NEVE Channelstrips usw.
  • Drumbuss: Transient Shaper, Kompressor, Expander & Gate als stilbildende Werkzeuge
  • Bass: Komprimmieren: Ja, nein? Wieviel ist zuviel? Wie erzeuge ich die Illusion von „Bass“ auf kleinen Abhören oder „basslosen“ Lautsprechern?
  • „Transparente“ Busse
  • Equalizer, Exciter in verschiedenen Instrumentengruppen
  • De-Essing und „Glue“ im Vocalbuss
  • Tiefenstaffelung und Verräumlichung mit dem legendären Roland Dimension D oder ausgewählter VST-Freeware
  • Sättigung, Verzerrung und Färbung auf Gruppen Wieso, wann und Womit? Alles über harmonische vs. unharmonische Vielfache.
  • Bandsättigungsartefakte im virtuellen Mehrspurbetrieb mit U-He Satin zur Erzeugung einer klassischen „Bandmischung“ mit großer Kohärenz
  • Im Ausklag offenes Gespräch und Fragen zum Thema Mastering [Z.B. Diskussion zur Einschätzung von Audio-Plug-Ins von Universal Audio, Algorithmix, PSP oder Magix versus analoge High-End Hardware vs. Behringers „Big Three“ – Ist wirklich Heute alles Analog, Digital, Scheissegal?]

INFO: Zum Einsatz in diesem Kurs werden die DAW-Software SEQUOIA 15  (Flagschiff der Samplitude-Produktlinie und der insgeheime Standard im Digital-Mastering- & Broadcastbereich, nicht nur beim WDR, ZDF, ORF oder Sterling Sound) in Verbindung mit 2 Universal Audio UAD-2 DSP-Karten, sowie diverse High-End Masteringtools von Universal Audio, PSP, Algorithmix, Bob Katz und U-He kommen. Die in diesem Workshop gesammelten Erfahrungen lassen sich problemlos auf andere Hard- / Software-Kombination übertragen, denn Methodik und Hörerfahrung sind die qualitätsbestimmenden Koordinaten beim Thema Mastering.

Zur Buchung des Workshops geht es hier entlang.

ACHTUNG: Dieser Workshop ist auch als „Personal Coaching“ mit individuellem Datum buchbar. Im Rahmen des technisch Machbaren bieten wir auch Coaching „vor Ort“ in Eurer Heimatstadt an. Bitte vereinbart einfach einen Termin mit uns per Email!

INFO Über unseren Dozenten BOB HUMID: »Erfahrener Producer und DJ für facettenreichen Electro von tanzbar bis experimentell. Spezialist für UK Bass & Breaks, Dubstep sowie D‘n‘B, penibler Sounddesigner, gern gebuchter Mastering-Engineer und Liveact: Bob Humid ist ein obszessiver Eklektiker mit einem ausgeprägten Hang zu Details und britischen Beats. Sein bürgerlicher Name Robert Edwin Feuchtl Mato ist ein versteckter Hinweis auf seine ungewöhnliche Herkunft Montevideo, für uns Europäer diese mythische Stadt, irgendwo in Südamerika…« [weiterlesen]


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