Deeper-Mixing-Techniques

„Electrify Me!“ – DEEP[ER] PRODUCTION TECHNIQUES – BOB HUMID

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Titel: „Electrify Me!“ – DEEP[ER] PRODUCTION TECHNIQUES – Samstag, 4. Januar 2020 – Beginn: 13:00h – Ende: 19:30h Leitung: BOB HUMID [FAT OF EXCELLENCE p.a.c. / SERVE & DESTROY REC. / SOUND & RECORDING / KEYBOARDS / Zielgruppe: Einsteiger / Profis) / Ort: KÖLN, Nähe Zülpicher Platz / FAT OF EXCELLENCE Studio [Siehe Wegbeschreibung in Deiner Buchungsbestätigungs-Email] / Max. Teilnehmeranzahl: 4 / Gebühren: 125,- EUR pro Person

Die Zeiten sind vorbei dass Deine besten Freunde Try & Error hießen und Du Dir hunderte Male beim Mischen komplett eingebildet hast, dass Du voll den Plan hast wie ein Kompressor einzustellen sei, aber auch bekannt dafür den Threshold-Regler prinzipiell eher oben zu lassen. Dennoch, die Jahre zogen ins Land und irgendwann hast Du es doch gelernt: Einen halbwegs sauberen Mix zu machen. Wir alle haben das. Doch das reichte nicht. Es reichte einfach nicht (Stöhn)…

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In diesem ungewöhnlichen Workshop geht es definitiv nicht um die Brot & Butter-Erkenntnisse herkömmlicher Audio-Workshops. Klar, es wird eine Menge zu hören geben. Aber vor allem geht es darum was Doctor Who in der 5. Staffel zu Amy Pond sagt, als er sie vor dem „Prisoner Zero“, der sich seit Jahren hinter einem „Wahrnehmungsfilter“ in ihrem eigenen Haus versteckt, warnen möchte:

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„Schau hin“ „Wohin?“ „Genau dort hin, wo Du nicht hinschauen willst. Wo Du niemals hinschauen willst!“ „Hinter Deinen Augenwinkel… Schau hinter Dich.“


DIE DREI HAUPTBEREICHE UND DIE SUBTHEMEN DIESES WORKSHOPS:


1. VORAUSSETZUNGEN FÜR EINEN HERAUSRAGENDEN MIX (TECHNISCHE & PSYCHOLOGISCHE)

  • Brauchst Du das? Über den unerschütterlichen Mythos dass man dauernd auf verschiedenen Abhören im Auto, auf Kopfhörern, auf dem Küchenradio, einem anderen Auto, unterm Bett, auf einem windigen Berg, auf dem Rücken einer Giraffe, Wale reitend und während eines Tsunamis am Strand jeweils seine eigenen Mixdown nochmal und nochmal hören soll bis man völlig entscheidungsgehemmt ist. Abhörhygiene! Lernen zu Lassen was wirklich Unfug ist.

  • Was man wirklich braucht!
    a. Eine kleine Boxenkunde – Über seltene Dinge wie Seltenerden und Budgets beim Einkauf des eigenen Equipments.
    b. Entzerrung von Raumakustikartefakten und Qualitätssteigerung von Kopfhörern mit Sonarworx
    c. NO BUDGET KILLER-TWEAK: Wie linearisiere ich die unschönen Defizite im Frequenzgang meiner betagten Monitore kostenfrei? Kleine FFT-FilterkundeBONUS BEATS: Jeder Teilnehmer bekommt bei Bedarf und gegen Angabe seines Monitortyps im Vorfeld des Workshop-Termins eine persönliche FFT-Anpassung als Preset mit nach Hause.

  • Der schnelle Weg zur Gehörbildung – Über grafische Analyzer, Oszilloskope und wie spricht man eigentlich Stereophasenkorrelationsgradmesser aus?
  • KHz-Fuck-Ups – Was ist eigentlich mit Youtube los? Wieso ist das jetzt dumpf? Goodbye 48 KHz.

  • dB-Fuck-Ups – Kenne Dein dBFS in der analogen Welt und umgekehrt.
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2. FOOLS & TOOLS – REAL AUDIO KNOWLEDGE

  • Bessere EQs für eine bessere Klangwelt – IIR, Linear Phase, Upsampling, Bessel, Butterworth versus Elliptical, Pultec u.a. – Was, Wann, Wieso? Equalizer-Gattungen, berühmte EQ-Kurven- und Typen endlich erklärt!

  • Gehörrichtigkeit und Linearität
    a. Was klingt im Club fett und warum? – Für und nicht gegen die PA mischen. Funktion-One vs. NEXO. PA-Erkenntnisse im Jahre 2019.
    b. „Die Schubknarre“ – Ein Buss nur für den (Sub-)Bass.

  • Compressor? Wer bist Du?? – Mein Freund und Helfer? Attack, Release? Motivationshilfen beim Aussuchen des richtigen Kompressors für den Kanal / Buss.

  • Tiefenstaffelung / Bühne, Dimension? Immersion! Wie upfront / tief darf es sein? Wir basteln uns eine „unhörbare“ Killerambience für Tiefenstaffelung und Umhüllung und „analgen Feel“. BONUS: Ihr bekommt je ein fertiges Preset für einige gängige VST-Hallgeneratoren.

  • „It´s tempered at the top!“ / a. Drumshots stimmen / b. synthetische Snares organisch inszenieren.
  • Save a DJ-soul today (DJ-freundliche Intros, Outros und Hybridtracks als Salespoint)
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Ein postmoderner Musikproduzent aus dem frisch begonnenen Anthropozän, geht keinesfalls mehr ohne seinen Grafischen Analyzer durch die Weltgeschichte. Mindestens 80 Bänder (oder frequenzselektiv zoombar) in min. 24 Frames/s, Peak, True Peak, Average (RMS), Peak Hold, LUFS, EBU R128 und eine einstellbare Ballistik müssen sein, denn das Auge „hört“ mit. Wir werden nicht müde es Euch einzubläuen; Wer in seinen grafischen Echtzeitanalyzer über Jahre „eingehört“ ist, verfügt sozusagen über eine zweite hochauflösende „visuelle“ Abhöre, die Information in Form von Musik oder Sprache mit der Sehwahrnehmung verkoppelt. Der visuelle Cortex verarbeitet dabei eine vielfach größer Datenmenge als das Ohr und sein angeschlossener Auraler Cortex. Am besten sind die beiden Sinne daher logischerweise, begreift man sie als Team.
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3. FALLEN, POTENTIALE & BLINDE FLECKEN

  • Bin ich das? Den Wert einer Hardware, Software oder einer Produktion, Komposition selbt bestimmen.

  • Bin ich vielleicht faul? Echt gute und tighte Reverse Reverb FX werden von Hand „gebaut“ und Vocals Doublings können im Handbetrieb von Konsonanten gereinigt werden. Mixing-Ethos.
  • Braucht der Markt / die Szene meine Tracks? Für wen mache ich das hier eigentlich?
  • Im Ausklang des Workshops: Reality-Check Musikmarkt 2019 / 2020 mit offenem Gespräch / Diskussion und Austausch von Tipps und Erfahrungswerten aller Beteiligten.

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INFO: Zum Einsatz in diesem Kurs werden, neben diversen hochwertigen Freeware-Plug-Ins, die DAW-Software SEQUOIA 15  (Flagschiff der Samplitude-Produktlinie und längst nicht mehr geheime Standard im Digital-Mastering- & Broadcastbereich, nicht nur beim WDR, ZDF, ORF oder Sterling Sound) in Verbindung mit 2 Universal Audio UAD-2 DSP-Karten, sowie diversen High-End PlugIns von Universal Audio, PSP, IK Multimedia, Algorithmix, Waves, Bob Katz, U-He u.v.a. kommen. Außerdem einiges an externem Outboard, denn Heute produziert man gern hybrid. Die in diesem Workshop gesammelten Erfahrungen lassen sich aber problemlos auf andere Hard- / Software-Kombination übertragen, denn Methodik und Hörerfahrung sind die qualitätsbestimmenden Faktoren bei der Musikproduktion.

ACHTUNG: Dieser Workshop ist auch als „Personal Coaching“ mit individuellem Datum in Köln buchbar. Im Rahmen des technisch Machbaren bieten wir auch Coaching „vor Ort“ in Eurer Heimatstadt an. Bitte vereinbart einfach einen Termin mit uns per Email!

Über unseren Dozenten BOB HUMID: »Erfahrener Producer und DJ für facettenreichen Electro von tanzbar bis experimentell. Spezialist für UK Bass & Breaks, Dubstep sowie D‘n‘B, penibler Sounddesigner, gern gebuchter Mastering-Engineer und Liveact: Bob Humid ist ein obszessiver Eklektiker mit einem ausgeprägten Hang zu Details und britischen Beats. Sein bürgerlicher Name Robert Edwin Feuchtl Mato ist ein versteckter Hinweis auf seine ungewöhnliche Herkunft Montevideo, für uns Europäer diese mythische Stadt, irgendwo in Südamerika…« [weiterlesen]


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